Auf dem Olymp der Reichen und Mächtigen

Zur Sozialtopographie des Eißendorfer Pferdewegs und seiner Umgebung 1942

Text: Christian Gotthardt

Veröffentlicht im August 2016




















(1) Auf dem Stadtplan von 1955 sind die Straßenzüge noch wie 1942, einige Straßennamen aber haben sich geändert.

Den Pferdeweg säumen die größten, prächtigsten Villen Harburgs, umgeben von parkähnlich angelegten Grundstücken, entstanden überwiegend in den Jahren zwischen 1910 und 1940. Wer wohnte hier? Und warum? War die Nachbarschaft nur aus gemischtem Zufall entstanden, je nach Dicke der Brieftasche, altem Grundbesitz oder Erbenglück? Oder gab es auch hier, wie bei den Arbeiterwohnungen in der Hoppenstedtstraße, einen heimlich wirksamen Schlüssel der Auswahl?

Reich und mächtig waren in Harburg weder Gott, Kaiser noch Tribun, sondern die industriellen Firmengründer, die mit ihnen als Rohstofflieferanten verbundenen Importhändler sowie die von deren explosionsartigem Wachstum profitierenden Maschinenbauer und Baufirmen. Deren Wohnungswahl hat seine eigene Geschichte.

Die Unternehmenslenker wohnten in der ersten Phase der Industrialisierung möglichst in der Nähe ihrer Betriebe: Die bekanntesten Beispiele für dieses Verhaltensmuster bieten der Direktor der „Jute“, der Inhaber der Maschinenfabrik Christiansen & Meyer, beide in Wilstorf, sowie die Direktorenvilla der Chemischen Fabriken Hamburg Staßfurt in der Steinickestraße (sie wurde später Haus der Jugend).

Als die Fabriken wegen zunehmenden Platzbedarfs und wachsender Bedeutung des Umschlags am kostengünstigen Wasserweg sich in den Hafen verlagerten und dort ausgedehnte Industrieareale entstanden, änderte sich die Mode: Hafen war bäh! Wer es sich leisten konnte, siedelte nun an der Buxtehuder Straße, die sich – bei gleichzeitigem Vorteil der Nähe zu den neuen Betrieben – in den Jahren 1875 bis 1900 zu einer Art Renommierboulevard entwickelte. Beispiele bieten hierfür die Villen, des Steinicke & Weinlig Clans (Buxtehuder Straße 25, um die Ecke Gartenstraße 15 (heute Helmsweg), ebendort Nr. 17, Eigentümer Rhenania Ossag, mit Ing. F. Cukrowitz. Dann Nr. 27 Mietshaus der Phoenix mit den leitenden Angestellten Dr. Gerhard Voss und Adolf Wilhelms, Nr. 29 ehemalige Villa Senator C. Renck mit Ing. August Kosel, Direktor bei den Harburger Eisen- und Bronzewerken, Nr. 31 die Villa des Zeitungsdruckers Lühmann, in der seit 1925 das Helms-Museum residierte, Nr. 33 Wohnhaus des Bauunternehmers H.C. Hagemann, Nr. 35 ehem. Villa Steinle, Nr. 48 (Villa Klaue) bis 49 mit leitenden Angestellten der Hobum wie Richard Zehe (Prokurist), Dr. Verhein (Syndicus) und Anhängen der Firma wie Marie Kroos (Stifterin), ferner Nr. 58 bis 62 mit Angestellten der Guano-Werke und wiederum Brinckman und Mergell.[1]

Der Nimbus der Straße wirkte bis ins sozialdemokratische Milieu. 1928 glaubten meine Großeltern Friedrich und Hedwig Gotthardt, als Familie des Bürgervorsteher-Worthalters und führenden Schulpolitikers aus ihrer Proletarier-Butze in der Bremer Straße in die Buxtehuder Straße umziehen zu müssen. 1933, als nach Entlassung des Ernährers aus dem Schuldienst und seinem Berufsverbot die Miete nicht mehr bezahlbar war, zog die 5-köpfige Familie wieder in eine kleine Wohnung in die Kreuzstraße (heute Compeweg).

Aber: Meine Großeltern ebenso wie die oben aufgelisteten Mieter im Jahr 1942 bildeten in Wahrheit schon die 2. Reihe. In den 1930er und 1940er Jahren war die Buxtehuder Straße bereits recht unattraktiv geworden, v.a. wegen des Raumfraßes der Schienen und Straßen und der entsprechenden Verlärmung. Dies war gewissermaßen nicht zu verhindern gewesen, auch für die Mächtigen nicht. Es lag auch in ihrem eigenen Interesse: Die Buxtehuder Straße war eine Magistrale in den Westen nach Stade, Cuxhaven und letztlich auch in den Raum Bremen. Der Harburger Magistrat quengelte darum beständig bei den Harburger Unternehmen um Beteiligung an den Ausbau- und Unterhaltungskosten, ob mit Erfolg, entzieht sich meiner Kenntnis.

Da sind wir dann schon beim Thema Eißendorfer Pferdeweg. Heimfelds Waldflächen am Abhang des Elbe-Urstromtales waren industriell und verkehrlich wertlos und konnten zur Ruhezone der Stadtentwicklung ausgebaut werden. Wir richten unseren Blick auf den Pferdeweg und sein Umfeld im Adressbuch des Jahres 1942, Straßenverzeichnis. Auffällig ist sogleich das Vorkommen zahlreicher Familiennamen, die aus der Harburger Wirtschaftsgeschichte als Unternehmensnamen bekannt sind. Auffällig ferner die große Zahl promovierter Chemiker. Erster Eindruck: Ein neues reiche Leute-Viertel, das außerdem den Branchenschwerpunkt des Standortes wiederspiegelt.

Aber da ist noch etwas anderes sichtbar – eine gewisse innere Struktur des Viertels. Sie wird deutlicher, wenn wir Bewohner wie vermögende Pensionäre, Witwen oder Einzelhändler beiseite lassen und uns auf

  1. Eigentümer von industriellen Großbetrieben und Großhandlungen
  2. Vorstände und Betriebsleiter solcher Unternehmen
  3. Sonstige wirtschaftliche und politische Führungskräfte

konzentrieren:

 

Hauseigentümer und Mieter am Pferdeweg 1942

4

E: Thörl

Robert Neef, Direktor Thörl 

6

E: G. Thiele, Hamburg

Mieter bis mindestens 34 Dr. Ferdinand Kirchhof, lt. Chemiker (Phoenix?). dann ab spätestens 38 Dr. Hans Nüssel, Chemiker

9

E: K. Becker, Rechtsanwalt

Karl Heinz Staunau, Kfm. Inhaber der gleichn. techn. Großhandlung

12

Kinderheim; E und Bewohner bis 1930 Dr. Herbert Thörl, Sohn von Friedrich Thörl, später im Eigentum der Stadt als Kinderheim, dann zeitweilig NSDAP-Parteischule und Wohnsitz von Otto Telschow, Gauleiter der NSDAP Hannover-Ost. Während der Nutzung als Kinderheim nach 1933 wohnten hier die Kinder Peter Harms, Uwe Anton Hinsch, Alfred Rahnert, Walter Carl Stein, bevor sie auf Veranlassung des Jugendamtes verschleppt und ermordet wurden.[2]

15

E: W. Darboven. Inhaber der gleichn. Kaffeefirma

16

E: August Prien

17

E: Max Adolf Bischoff, Kaufmann in Fa. Johannes Bischoff Kraftfutterfabrik

24

E: Rhenania Ossag

Dr. Walter Stegemann, Betriebsleiter Rhenania Ossag

25

E: Eduard Stübiger, Dipl.-Ing., Vorstand Phoenix

Kalischer, Kfm., Inhaber der gleichn. Fa.

26

E: Hermann Ritter jr. Mitinhaber Renck & Hessenmüller, Ratsherr des gleichgeschalteten Stadtparlamentes

30

E: Peter Lüdders, Senator a.D.

34

E: August Prien

Gergs Wwe.

Gerhard Ritter, Kfm.

 

(2) Pferdeweg Nr. 34: von Prien 1913 für Prien gebaut

 

35

E: C. Köster, Berlin

Dr. Friedrich Diestelmeyer, lt. Chem. New York- Hamburger Gummi-Waaren Comp.

36

E: Reinhold Hinz, Fabrikbesitzer

37

E: Ernst Nottbohm, Direktor der Kreisverwaltung Harburg, Leiter der NSDAP-Personalverwaltung im Gau Hannover-Ost

Anneliese Nottbohm, Führerin im Jungmädel-Untergau Buchholz

38

E: Dr. med.dent. Kurt Dressler

Dr. Erhard Meißner, Dipl.-Volkswirt, Ratsherr des gleichgeschalteten Stadtparlamentes

39

E: Thörl

Hesse, lt. Chemiker

40

E: Claire Palm, Wwe. Richard Palm

41

E: Thörl

Baumgarten, Direktor a.D. Thörl

42

E: Otto A. Friedrich, Vorstand Phoenix

43

E. Karl Wilkening, Inhaber der gleichn. Fa.

44

E: Rhenania Ossag

Jul. Bruinier, Dipl.-Ing.

45

E: Wilhelm Rheinheimer, Dr. Ing., Vorstand Hobum

48

Carl Pein, Inhaber der gleichn. Fleischwarenfabrik

48a

E: Otto Koch, Oberingenieur, Vorstand Hobum

Karl Lühn, lt. Kaufmann Phoenix

49

E: Hugo Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Baufirma H.C. Hagemann

55

E: Gustav Schröter, Inhaber Lühmanndruck und Verleger der Harburger Anzeigen und Nachrichten

Max Kickelhahn, Hauptschriftleiter

57

Gustav Sack, Mitinhaber Fa. Kock und Sack

 

Zuzuordnen:

 

Heimfelder Straße

56

E: Werner Weesche

Heinrich Hannibal, Major der Schutzpolizei und SS-Obersturmbannführer. Mitte der 1930Jahre wohnte hier Otto Gakenholz, stellvertretender Gauleiter und Gaugeschäftsführer der NSDAP Hannover-Ost

57

E: A. Warneke, Hamburg

Grube, Geschäftsführer Neven und Grube

62

E: E. Wiebel, Gauamtsleiter

Dr. L. Bösenberg, Bankdirektor

68

E: Gustav Meyer

Gertrud Mulch, Inhaberin der Kohlengroßhandlung Mulch

69

E: Günther, Heidelberg

Wilhelm Schimmel, Direktor Harburger Eisen- und Bronzewerke

70

E: Friedrich Grant, Ing., Inhaber der Fa. August Mackensen

73

E: W. Stille

Fritz Schmidt, Dipl.-Ing., Vorstand Phoenix

80

E: Emil Foerster, Werbeleiter

81

E: Gustav Schröter, Inhaber Lühmanndruck und Verleger der Harburger Anzeigen und Nachrichten

Schröter

Fritz Benz, Dipl.-Ing., Vorstand Hobum

(3) Fritz Benz, Hobum

84

E: G. Neven, Kfm.

Heinrich Grube, Inhaber Neven & Grube

88

E: Internationale Galalith

Sattler, Prokurist

Dr. Wilhelm Schmidt, Syndikus

92

E: A. Wiesch, Fabrikdirektor i. R. und Aufsichtsrat Harburger Eisen- und Bronze Werke

Wilkens, Fabrikdirektor

102

E: Fa. Gebr. Sachsenberg

Otto Haack

116 a

E: Karl Sturm, Kaufmann, Phoenix-Vorstand

(4) Der 7-köpfige Phoenix-Vorstand 1942: direkt am Tisch rechts Technik-Vorstand Teischinger, neben ihm mit Pfeife Vorsitzender Schäfer, neben diesem links stehend Friedrich. Die Herren Sturm, Stübiger, Kühns und Schmidt harren noch der Identifizierung. Fünf der Abgebildeten wohnten im Pferdeweg-Quartier

 

139

E: Wilhelm Albers, Inhaber der gleichn. Mineralwasserfabrik und Teilhaber Fa. Steinicke & Weinlig

Wilhelm Albers jr.

141

E: Helmut Koch, Betriebsleiter Phoenix Riga

 

Herzogstätte (früher Tannenstraße, heute Gerlachstraße)

2

E: Ebano Asphalt-Werke

Dr. D. Lohmann, Fabrikleiter

4

E: August Prien jr. , in der gleichn. Baufirma

5

E: Webers Erben

Riko Graepel, Direktor Galalith

 

Ludolfingerstraße (heute Am Kiefernberg)

11 

E: Edzard Dyes, Bürgermeister a.D.

23

E: Eggers Wwe, Fa. Lengemann und Eggers

Heinz Eggers

 

Herzog-Heinrich-Straße (früher Akazienallee, heute Vogeler Str.)

3

E: K. Ritscher, Fa. Walter Ritscher Schiffshandel, Schiffs- und Fabrikabbruch

5-7

E: Albert Schäfer, Vorstandsvorsitzender Phoenix

10

E: Hermann Benkert, technischer Direktor Hamburger Eisen- und Bronzewerke

12

E: H. Hagemann

Dr. jur. A. Schindler, Betriebsleiter

 

Billunger Weg (früher Scharnhorststraße, heute Hugo Klemm Straße)

8

R. Hintze, Betriebsleiter

10

E: G. Schröter, Verleger

11

E: Robert Christiansen, Inhaber Christiansen & Meyer

40

E. Wilhelm Ritter, in gleichn. Fa.

61

E: August Prien

Barnstedt, Dipl.-Ing.

Meinberg, Oberingenieur

 

Supplinburger Weg (früher Ulmenweg, heute Corduaweg)

12

E: Dr.jur. Ernst Nesemann, Rechtsanwalt (Kanzlei der Phoenix), Leiter des Rechtsamts in der NSDAP-Kreisleitung Harburg

15

E: K. Stöcker, Bankvorstand

F. Hemmersbach, Geschäftsführer

 

Widukindsberg (heute Am Fuchsberg)

13

E.: M. Schernau, Mitinhaber Fa. Riege und Schernau

15

E.: Dr. Charles Neuhaus, Direktor Chemische Werke Dr. Schön & Co.

19

E: Otto Kerntke, Prokurist Harburger Eisen- und Bronzewerke

22

E: W. Riege., Mitinhaber Fa. Riege und Schernau

25

E: H-R. Hasse, Betriebsführer

 

Haselhain

20

E: F.W. Ritscher, in Fa. Walter Ritscher Schiffshandel, Schiffs- und Fabrikabbruch

 

Ergebnisse

  1. In den Pferdeweg zogen die Eigentümer und Manager der Harburger Großbetriebe.
  2. Es entstand eine hochverdichtete „Siedlung der Mächtigen“, die wiederum die Bebauung und die Sozialstruktur ihrer unmittelbaren Umgebung prägte: Hier siedelten die Führungskräfte der 2. Reihe, Prokuristen, Syndici, Abteilungsleiter, sowie leitende Funktionäre aus Politik und Verwaltung.
  3. In dieser Anordnung der Bewohner spiegelte sich nicht allein die Verteilung der Vermögen innerhalb des Harburger Bürgertums und die hieraus erwachsenden unterschiedlichen Fähigkeiten, attraktive Wohnplätze zu ergattern. Sie hatte auch eine praktische Funktion: Die Kommunikation der Mächtigen nach Feierabend – zu einen untereinander, zum anderen mit den engsten Mitarbeitern des eigenen Unternehmens.
  4. Diese praktische Funktion wurde mit bewusstem Handeln strategisch ausgebaut: indem die Unternehmen selbst weitere Villen bauten oder kauften, um sie neuen Managern oder aufsteigenden Mitarbeitern als Wohnung andienen zu können.

Hierzu einige erläuternde Beispiele:

Auffällig ist das ausgedehnte Immobilieneigentum von August Prien. Als Bauunternehmer war er eine Art Organisationszentrum der Stadtteilentwicklung. Er baute fast alle Harburger Fabriken dieser Zeit und stand auch als Erbauer der Privathäuser von deren Eignern und Managern zur Verfügung. Er vermittelte Architekten , diente auch selbst als Architekt (Haus Palm, Pferdeweg 40, Haus Prien, Billunger Weg 61), half beim Zuschnitt der Grundstücke und sorgte für die passende Nachbarschaft. Wo es sich anbot, baute er auf eigene Rechnung. Dies war noch klassisches Spekulationsgeschäft.

(5) August Prien 1857-1944

Mit Prien als Instrument bildete sich dann ein weiteres Gestaltungsprinzip heraus, das weniger von dem Wunsch nach Immobilienrendite, sondern vom Interesse an Funktionalität und Profitabilität von Großbetrieben getrieben war. Solche wünschten sich repräsentative Villen für ihre Führungskräfte in enger Nachbarschaft miteinander. Am konsequentesten gingen dabei die größten Firmen vor, vor allem Phoenix und Hobum, ebenso Rhenania Ossag (Shell) und Thörl. Aber auch andere Firmen zeigten eine ähnliche Strategie. Letzteres lässt sich gut erkennen, wenn man auch das unmittelbare Umfeld des Pferdewegs einbezieht: etwa bei Neven und Grube. Riege und Schernau, Renck und Hessenmüller, Lühmanndruck.

Insgesamt erkennen wir ein ausgesprochen kompaktes Wohngebiet der Industriebourgeoisie. Seine Grenzen liegen im Norden am Straßenzug Buxtehuder/ Stader Straße. Im Süden bei der Straße Am Tie, im Osten Am Kiefernberg, im Westen am Waldrand der Haake. Innerhalb des dergestalt begrenzten Gebietes wohnten erstaunlich wenig Angehörige des Bildungsbürgertums, der höheren Verwaltungs- und Justizbürokratie und der politischen Elite. Allerdings finden sich unter den oben aufgelisteten Namen auch einige Unternehmer und Vorstände, die sich schon vor 1933 parteipolitisch auf der Rechten profiliert haben, so Karl Wilkening in der Nsdap, August Prien, Riko Graepel, Dr. Charles Neuhaus und Dr. Wilhelm Schmidt in der Dnvp.

Wie ging es nach 1942 weiter? Ich erinnere mich, dass der industriebourgeoise Zuschnitt des Viertels zunächst andauerte. Ich wuchs auf in einer Reihenhaussiedlung am südlichen Pferdeweg, in der ab 1959 vornehmlich Lehrer, Ärzte und andere Freiberufler, Kleinunternehmer und höhere Beamte siedelten. Auf den Olymp kam man von hier aus allenfalls mal anlässlich eines Kindergeburtstags, wenn man mit dessen Auserwählten in der Schule Weusthoffstraße die Klasse teilte. Ansonsten war er immer noch ein closed shop. Dies brach erst Anfang der 1970er Jahre auf, mit dem Beginn der Globalisierung und dem Ende der großen, standorttreuen Fabriken. Die Villen waren bereits vorher zumeist vom Firmen- in Familienbesitz übergegangen. Als dann auch die großen Firmen und die lukrativen Jobs verschwanden, kam es vermehrt zu Verkäufen, Abrissen und spekulativen Neubauten, die zumeist die Parkgelände bis zur Grundstücksgrenze ausnutzten. Dieser Prozess dauert an.

 

Anmerkungen

[1] Vgl. Hellberg, Lennart/ Albrecht, Heike/ Grunert, Heino: Harburg und Umgebung, Hamburg 1999, S. 63.

[2] http://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?MAIN_ID=7&BIO_ID=1451

 

Bildnachweis

(1) Archiv Gotthardt

(2) Hellberg u.a.

(3) Harburger Oelwerke Brinckman & Mergell, Harburg 1956

(4) Ellermeyer, Jürgen: Gib Gummi! Bremen 2006

(5) Ellermeyer, Jürgen/ Richter, Klaus/ Stegmann, Dirk (Hg): Harburg. Von der Burg zur Industriestadt, Harburg 1988

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