Die radikale Linke in Harburg-Wilhelmsburg

Nachtrag 2: Organisatorische Stärken und Schwächen, interne Fraktionskämpfe 1924-1931

Text: Christian Gotthardt

Veröffentlicht: April 2018





















Ein zeitgenössischer Anstecker der KPD

2007 erschien das Buch „Die radikale Linke als Massenbewegung – Kommunisten in Harburg-Wilhelmsburg 1918–1933.“ Wie bei „die anderen“ nehmen wir den 10-jährigen Geburtstag des Erscheinens zum Anlass, über seitdem erzielte neue Aktenfunde und Erkenntnisfortschritte Bericht zu geben. Hier der zweite Nachtrag, der sich organisatorischen und fraktionellen Entwicklungen innerhalb der KPD zwischen 1924 und 1930 widmet. Beigeheftet ist die mittlerweile rund 760 Namen umfassende Liste der örtlichen KPD-Mitglieder bis 1933.

Die neuen Quellenfunde stammen vorwiegend aus drei Beständen: den Berichten der KPD-Bezirksleitung (BL) Wasserkante an das Zentralkomitee der Partei in Berlin, den Lageberichten der politischen Polizei in Hamburg und der Berichterstattung des sozialdemokratischen Volksblattes in Harburg. Die ersten beiden Bestände sind leider gekennzeichnet durch ein bis heute andauerndes Merkmal: Harburg kommt in Hamburg eben nur am Rande vor.

 

Organisation und Mitgliederzahl der Harburger KPD

Hinsichtlich der organisatorischen Einbindung Harburg-Wilhelmsburgs in die KPD-Strukturen waren 2007 noch nicht alle Fragen zu beantworten gewesen.[1] Hier hat sich inzwischen insofern Klarheit ergeben, als

  • von der Gliederungsebene „Unterbezirk Harburg“ innerhalb des „Bezirks Wasserkante“ zwar schon seit Sommer 1921 die Rede war, aber vorwiegend darum, persönliche Zuständigkeiten innerhalb der Bezirksleitung zu bestimmen, ohne dass hiermit schon bestimmte organisationspolitische Verfasstheiten eines „Unterbezirks“ definiert waren [2]
  • solche definierten Verfasstheiten (z. B. hauptamtliche Parteisekretäre mit einem ehrenamtlichen Apparat von Funktionsträgern für Agitprop, Organisation, Literatur etc.) erst mit der sog. Bolschewisierung ab 1924/ 25 üblich wurden, was sich mit der Aufwertung der Betriebszellen und ihrer direkten Anleitung durch mehrköpfige Unterbezirksleitungen begründete
  • was mit einem Autoritätsverlust der gewerkschaftlichen Betriebsräte und Partei-Ortsleitungen (beide mit langer sozialdemokratischer/ USPD-Vorgeschichte) einherging und insofern mit der ultralinken Wende im Kader der Bezirksleitung nach der Niederlage des Hamburger Aufstands in Verbindung stand.

Zum neu formierten Unterbezirk Harburg gehörten im Jahr 1924 Wilhelmsburg und weite Landstriche bis nach Winsen, Buchholz und Stade mit nominell 12 Ortsgruppen, von denen 1926 neben Harburg und Wilhelmsburg aber nicht alle echtes Leben zeigten. Als erster „bolschewistischer“ Unterbezirksleiter in Harburg war im März 1925 zunächst Johann Skjellerup eingeplant, es wurde dann John Schehr. Im März 1926 hat die Bezirksleitung (wohl aus Geldmangel wegen gerade in Harburg eklatanten Mitgliederrückgangs und Organisationschaos)[3] die Hauptamtlichkeit dieser Funktion wieder abgeschafft.

Johann Skjellerup  John Schehr 

(1) Skjellerup (links) vertrat die KPD seit 1921 im Preußischen Landtag und war Mitglied der BL Wasserkante. Politisch stand er Hugo Urbahns nahe. Schehr war ein enger Vertrauter Thälmanns

1927 gab es aber weiterhin das Gremium einer Unterbezirksleitung. Seit April 1928 empfing der Unterbezirksleiter Harburg, nun Anton Switalla, wieder ein Parteigehalt. Als Switalla nach starker Kritik zu einer Schulung in Moskau verdonnert wurde, vertrat ihn 1930 für kurze Zeit Kurt Schwotzer,[4] 1931 löste ihn Emil Thedorf ab, dem 1932 Emil Matthews und 1933 Erich Meyer folgten.

Harburg und Wilhelmsburg sowie die kleinstädtischen Ortsgruppen bildeten seit 1921 durchgehend einen gemeinsamen Unterbezirk, der direkt der BL Wasserkante unterstand. Der Unterbezirk war nie Bestandteil, sondern im Rahmen des Bezirks Wasserkante Nachbar der Großgliederung „Groß-Hamburg“, die eine eigene Leitung hatte und in der mitgliederstarke Stadtteile wiederum eigene Unterbezirke bildeten. Die Grenze der KPD Groß-Hamburgs lag im Süden von Rothenburgsort und der Veddel. Gleiches galt ab 1926 für die Organisationsstruktur innerhalb des Rotfrontkämpferbundes bzw. seines Nachfolgers „Norddeutscher Arbeiterschutzbund“ (NASB).[5] Die Aufstellung Wilhelmsburgs als eigener KPD-Unterbezirk war eine kurzlebige Entscheidung vermutlich im Jahr 1928 und wurde im Juni 1929 von der BL wieder rückgängig gemacht. [6]

Für den gesamten Zeitraum 1919 bis 1933 lässt sich sagen, dass die BL zwar nach Parteistatut die Kommandoebene für alle ihre Untergliederungen darstellte, tatsächlich aber gegenüber dem Gebilde „KPD Groß Hamburg“ nie über die Rolle eines Frühstücksdirektors hinauskam. Hamburg versammelte die meisten Mitglieder und Wähler, hier bildete die Bürgerschaftsfraktion einen starken Parteiapparat, hier spielte die Musik. In die BL gelangte nur, wer auch der Hamburger Leitung genehm war, operative Handlungsvollmacht hatte die BL nur als Betreuerin der ländlichen Räume und der Kleinstädte und Industriedörfer.

Was die Mitgliederzahlen in Harburg und Wilhelmsburg anbetrifft, haben sich unsere Schätzungen von 2007 als verlässlicher Rahmen erwiesen. Wir können allerdings heute präzisieren, dass der Mitgliederstand im Herbst 1923 mit rund 900 Mitgliedern tatsächlich noch höher war als vermutet. Der Absturz in der „ultralinken“ Phase nach dem gescheiterten Hamburger Aufstand reduzierte den Stand bis zum Frühjahr 1924 auf ein Drittel, vermutlich sogar auf ein Viertel. Es ging aber bereits im Herbst desselben Jahres wieder leicht aufwärts.[7] Insgesamt stellt sich die Entwicklung unter Einbeziehung der neu aufgefundenen Zahlenangaben[8] wie folgt dar:

KPD-Mitglieder in Harburg-Wilhelmburg 1919-1930

Allerdings: Die überlieferten Mitgliederzahlen sind letztlich eine unscharfe Kategorie. Wurden laufende Eintritte registriert oder zahlende Mitglieder? Die hohe Fluktuation in der KPD-Mitgliedschaft ist legendär, insbesondere für den Zeitraum der Weltwirtschaftskrise ab 1930. Sie aber vorwiegend auf Bindungsunfähigkeit der Partei bzw. Enttäuschung der Neumitglieder zurückzuführen, ist voreilig. Parteibeiträge kosteten Geld, und Arbeitslose waren arm. So war das Parteileben in den Jahren der Krise zwar von Unrast und Zerfahrenheit geprägt wie nie zuvor, gleichzeitig aber wuchs aber die Zahl der Eintritte und der Wähler stetig an.

Momentaufnahmen können das Bild schärfen: Am 9. Juli 1931 notierte Theo Mölders, Abgeordneter der KPD im Preußischen Landtag, für das Sekretariat des Berliner ZK über den Verlauf des „Roten Tages“ am 28. Juni 1931 im Unterbezirk Harburg-Wilhelmsburg, eines parteiüblichen Formats für sommerliche Massenveranstaltungen, folgendes:[9]

„Harburg-Wilhelmsburg hat 115.000 Einwohner, die Partei hat [in der Stadt] 750, RGO 700-800, KJ 130, Kampfbund 370, RF 600 und IAH 200 Mitglieder.
SPD Harburg-Wilhelmsburg 8000 Mitglieder. Im Ortsausschuss sind in den verschiedenen Gewerkschaften 10.000 Mitglieder erfasst. Fraktionsarbeit [der KPD in den Gewerkschaften] war bisher schlecht, deswegen wenig Einfluss.
Reichsbanner hat 500-600, Nazis 80, Stahlhelm 100 Mitglieder.
Das UB-Treffen war vorbereitet: 1) durch Rundschreiben an alle Ortsgruppen, 2) Mitgliederversammlungen, 3) Plakate. Öffentliche und Betriebsversammlungen haben nicht stattgefunden.
Von den 1130 Mitgliedern [des Unterbezirks] in der Partei beteiligten sich ca. 450
Von den 160 Mitgliedern der Jugend [des Unterbezirks] beteiligten sich ca. 120
Von den 500 Mitgliedern des Kampfbundes [des Unterbezirks] beteiligten sich ca. 100
Eine Sportlergruppe aus Hamburg im Sportdress 60
RF und IAH [des Unterbezirks] usw. 500
Insgesamt 1230.“

 

Machtkämpfe zwischen Parteifraktionen

Wir waren 2007 zu dem Fazit gelangt, dass in der in sozialer Hinsicht relativ homogenen KPD-Hochburg Harburg-Wilhelmsburg die klassischen, durch erkennbar voneinander abweichenden politisch-ideologischen Positionen gekennzeichneten KPD-Fraktionen innerhalb des Zentralkomitees (Ultralinke, Rechte (= Brandlerianer), Versöhnler usw.) eine geringere Rolle spielten als der latent beherrschende Hauptkonflikt Basis (Ortsgruppe, Unterbezirk) gegen Leitung (Bezirksleitung Wasserkante, ZK-Instrukteure).

Gleichwohl schienen in diesem Hauptkonflikt auch Elemente der Fraktionierung auf, indem nämlich die Gangart insbesondere des örtlichen Funktionärskörpers weitgehend der Politik der „Rechten“ bzw. „Versöhnler“ entsprach, die Bezirksleitung dagegen – im Gefolge Thälmanns, der als Linker seit 1920 die Hamburger KPD und seit 1924 die nationale Parteileitung dominierte - überwiegend auf dem linken Flügel der Partei agierte. Der Basis-Leitung-Konflikt eskalierte immer dann, wenn die Bezirksleitung stark nach links rückte und den Unterbezirk dabei zu ihrem Instrument machen wollte.

Ernst Thälmann 1925

(2) Ernst Thälmann, seit 1925 Vorsitzender des RFB und der KPD. Das Bild zeigt ihn auf dem Gautreffen des RFB Wasserkante in Hamburg am 21.6.1925

 

Tatsächlich werden viele einzelne (Personal-) Querelen im Unterbezirk Harburg mit Rücksicht auf dieses vermutlich zugrundeliegende Konfliktschema besser verständlich.

 

Der Fall Wiering

August Wiering war Maschinenschlosser, ehemals Sozialdemokrat, Aktivist der Novemberrevolution. Er kam mit der USPD 1920 zur KPD. Seit 1922 war er Vorsitzender der Ortsgruppe des Deutschen Eisenbahner Verbandes in Harburg. Nach ersten Funktionen in der Kommunalpolitik (er löste nach der Stadtparlamentswahl im Juni 1924 den Revolutionshelden Hugo Paul als Fraktionsführer ab, wurde kurz danach unbesoldeter Senator im Magistrat) stieg er im August 1924 in die Bezirksleitung der KPD auf und besetzte dort als Nachfolger von Karl Otto Hofmann das Gewerkschaftsreferat. In dieser Funktion setzte er sich – gemeinsam mit dem Polleiter des Bezirks August Creutzburg - vehement für die Fraktionsarbeit der KPD in den sozialdemokratisch dominierten Gewerkschaften ein und stellte sich der Parole „Heraus aus den Gewerkschaften“ wiederholt entgegen.[10]

Die Haltung zu den Gewerkschaften war ein großer Streitpunkt in den Parteiführungen wie auch an der Basis. Die Parteilinke neigte generell zu anarchosyndikalistischen Organisationsformen, in denen Partei und Gewerkschaft kombiniert werden sollten, und zog die Erwerbslosenagitation der Fraktionsarbeit in den Gewerkschaften vor. Dieser Kurs wiederum hatte Franz Neuring, einen weiteren Helden der Revolutionszeit in Harburg, damals veranlasst, aus der KPD auszutreten.[11]

Und Wiering? Man kann ihn als Linken sehen, zumindest war er in der mehrheitlich linken Bezirksleitung wohlgelitten. Schon im Oktober aber änderte sich seine Stellung dramatisch. Er war in Harburg wegen einer heute nicht mehr zu ermittelnden „Angelegenheit“ („Parteischädigendes Verhalten“) aus der KPD-Ortsgruppe Harburg ausgeschlossen worden und geriet vor ein Parteischiedsgericht unter Creutzburgs Leitung. Das Gericht folgte einem Minderheitsvotum aus der Harburger Gruppe und plädierte gegen Ausschluss, aber für eine scharfe Rüge und Versetzung in einen anderen Bezirk. Wierings Posten bekam der Thälmann-Vertraute Wilhelm Hassel,[12] ab 1925 Herrmann Weber. Die Art und Weise, wie die Bezirksleitung diesen Vorgang im Bericht an das ZK abhandelte, lässt vermuten, dass die Linken einen größeren Skandal fürchteten und Wiering darum schnell aus dem Verkehr zogen. [13]

Aber auch eine andere Deutung ist möglich: Wiering, die zeitweilige Einbeziehung des Harburgers Heinrich Stahlkopf und der hier nachfolgende Fall Schubart waren Personalentscheidungen Creutzburgs, dem damals Bindungen zur Parteirechten nachgesagt wurden. Hatte er versucht, „rechte“ Gewerkschafter als BL-Mitglieder zu werben und zu decken? Hat er deshalb Wiering glimpflich behandelt? Hat Thälmann Creutzburg deshalb nach nur einem Jahr Tätigkeit 1925 versetzen lassen? [14]

Wiering zog sich zurück, blieb aber in Harburg. Später trat er wieder in die SPD ein und wirkte dort in dritter Reihe, vor allem im Arbeiter-Samariterbund.[15]

 

Schubarts Aufstieg und Abgang

Der Schlosser Heinrich Schubart, geb. 8.11.1895 in Harburg, war in den Revolutionsjahren zu einem führenden Funktionär der Harburger KPD geworden. Während des Hamburger Aufstands organisierte er die Ausschleusung verfolgter Genossen nach Niedersachsen. Er wurde denunziert und verhaftet, aber dann aus Mangel an Beweisen freigesprochen.[16]

Seit Juni 1924 im Stadtparlament, wurde er im August 1924 Nachfolger Wierings als Senator.[17] Im Mai 1925 nahm er als Harburger Delegierter am Parteitag der KPD teil.[18]

Magistrat der Stadt Harburg

(3) Der Harburger Magistrat 1924; hinten rechts Heinrich Schubart

 

Im Januar 1926 gerieten Thälmann und seine Entourage in Berlin und Hamburg unter Druck, weil das Exekutivkommitee der Kommunistischen Internationale (EKKI) die deutschen Genossen zu einer realistischeren Gewerkschafts- und Organisationspolitik und ehrlichen Bündnisangeboten an die SPD aufrief. Im Januar besuchte die EKKI-Funktionärin Clara Zetkin Hamburg. Die Hamburger politische Polizei bemerkte, dass es in dieser Zeit zu Personalwechseln in der Bezirksleitung kam, der Gewerkschaftsverantwortliche Max Maddalena wurde durch Rudolf Lindau ersetzt, der Polleiter Willi Sachse abgesetzt und degradiert.[19]

Tatsächlich war ab Jahresbeginn 1926 der Arbeitston in der Bezirksleitung plötzlich ein anderer, ganz deutlich in der Organisationsabteilung, die neuerdings (dem späteren Versöhnler) Otto Unger unterstand: Es etablierte sich eine konsequente Form der Berichtsehrlichkeit anstelle der seit 1924 üblichen Prahlerei, die Orientierung auf Betriebszellen wurde erstmalig ernsthaft durchgesetzt, die bürokratische Struktur der Unterbezirksebene (auf „Flächenherrschaft“ ausgerichtet, mit viel zu viel Angestellten) durch eine flexible Struktur ersetzt, die Betriebszellen nur an Orten großer urbaner Arbeiteragglomerationen vorsah, es ansonsten aber bei dem herkömmlichen Ortsvereinsprinzip beließ (so im UB Harburg in Meckelfeld, Tostedt, Stade, Horneburg). Gewerkschaftliche Organisationserfahrungen fanden wieder Wertschätzung.[20]

Im Frühjahr 1926 beschleunigten erste Skandale im Thälmann–Umfeld diesen politischen Wandel: Sachse, dem vom sozialdemokratischen Hamburger Echo ein kompromittierendes Gnadengesuch an den Kaiser zugeschrieben wurde (er hatte 1917/18 wegen Flottenmeuterei im Zuchthaus gesessen), wurde amtsenthoben. Die BL-Mitglieder von Borstel und Johannes Möller wurden wegen Korruption aus der Partei ausgeschlossen. Im Gegenzug durften die 1925 ausgeschlossenen prominenten „Rechten“ Hans Westermann und Hans Holm wieder in die Hamburger KPD zurückkehren.[21]

Im Gefolge dieser Ereignisse wurde Schubart in die erweiterte Bezirksleitung berufen, in der seit Wierings Ausscheiden im Oktober 1924 kein Harburger mehr vertreten gewesen war. Im Juni 1926 berichtete er in der BL-Sitzung über konkrete Annäherungsversuche zwischen KPD und SPD in Harburg anlässlich der Maifeier und der Abstimmung über die Fürstenenteignung.[22]

Genau ein Jahr nach seinem Beginn endete jedoch das „Tauwetter“ in der BL. Die zur Beschwichtigung des EKKI berufenen „Rechten“ sahen sich wieder hinausgedrängt.[23] Schubart legte auch sein Amt als Senator und sein Mandat als Mitglied des Harburger Stadtparlaments nieder.[24] Neben ihm wurden in Harburg die amtierenden KPD-Parlamentarier etwa zur Hälfte ausgetauscht, im Gemeinderat in Wilhelmsburg verblieb nur ein Abgeordneter der KPD, die Abberufenen hospitierten daraufhin bei der SPD-Fraktion oder traten der SPD bei.[25]

Im Spätsommer 1927 offenbarte sich einer der politischen Hintergründe dieser Vorgänge. Die KPD Hamburg lancierte eine Kampagne um einen „Offenen Brief der Harburger KPD an die SPD“ mit der Forderung nach besserer Kooperation der beiden Parteien in den Parlamenten. Zum Auftakt gab es Großveranstaltungen mit Thälmann in Wilhelmsburg und im „Wilstorfer Park“ in Harburg. Schubart und andere Harburger und Wilhelmsburger Kommunisten waren offenbar wenig überzeugt, dass mit dieser Kampagne ihren Vorstellungen zur Kooperation mit der SPD ein Dienst erwiesen werde.[26]

Vermutlich aus dieser Zeit stammt ein undatierter Besetzungsvorschlag für eine neue BL im Bestand Bundesarchiv. Da er sich unter den Schriftstücken des Zentralkomitees befindet, ist anzunehmen, dass es sich um einen Vorschlag des Sekretariats der amtierenden BL Wasserkante handelt, der dem ZK zur Beschlussfassung vorgelegt worden war. Ob bzw. inwieweit er zumindest zeitweilig umgesetzt wurde, bleibt offen. Die Liste präsentiert sich weitgehend als eine Wunschliste einer wiedererstarkten Thälmann-Formation. Thälmanns Gefolgsleute Wittorf und Schehr sollten Pol- und Orgleiter werden, Max Maddalena wieder Gewerkschaftsverantwortlicher. Profilierte „Rechte“ oder Versöhnler (Westermann, Unger und der Redakteur Stephan) standen in der 2. Reihe. Aus Harburg sollte Karl Wüpperling, aus Wilhelmsburg Henry Bauer in die kommunalpolitische Kommission der BL berufen werden. Beide galten aus Sicht der Harburger SPD als Thälmann-Leute.[27]

Karikatur Bauer

(4) Henry Bauer im Stadtparlament (eine Karikatur des Harburger Grafikers und Bildhauers Robert (Michael) Komorowski für das sozialdemokratische "Volksblatt für Harburg, Wilhelmsburg und Umgebung"

Heinrich Schubart blieb als selbständiger Kaufmann noch einige Jahre in Harburg, dann verliert sich seine Spur. In die SPD ging er nicht. In der BL traten Harburger erst wieder im Februar 1928 in Erscheinung, und zwar Switalla in seiner Eigenschaft als Unterbezirksleiter und Georg Nietner, Fraktionsführer in dem seit 1927 fusionierten Stadtparlament von Harburg-Wilhelmsburg – auch diese wiederum Thälmann-Leute.[28]

 

Redakteur Heinrich Coerber in Ungnade

Der Schlosser Heinrich Coerber, geb. 10.12.1901 in Harburg, war seit 1925 ehrenamtlicher Harburger Berichterstatter der kommunistischen Hamburger Volkszeitung, ab 1926 planmäßiger Berichterstatter im Namen des Unterbezirks, ab Oktober 1927 angestellter Redakteur der Zeitung. Er verantwortete in dieser Stellung zunächst den Hamburger Lokalteil. Er wohnte in dieser Zeit abwechselnd in einem Zimmer in Altona und in der Harburger Hoppenstedtstraße, dort mit Frau und Kind. Käte Coerber arbeitete in der Buchhaltung eines Handelsunternehmens.[29]

Im September 1928 flog Coerber auf Anweisung des damaligen BL-Orgleiters John Schehr aus der Redaktion. Er hatte sich mit dem Redakteur Stephan solidarisiert, den Thälmann damals nach Essen versetzen lassen wollte. Hintergrund war die bereits heraufziehende „Wittorf-Affäre“, die sich um Veruntreuungen durch den damaligen BL-Polleiter dieses Namens und seinen Freundeskreis drehte und die Thälmann in Hamburg wie in Berlin zu isolieren drohte. In Hamburg arbeiteten ehemalige Ultralinke um Urbahns mit „Versöhnlern“ eng zusammen, um die Affäre zur Ausschaltung der Thälmann-Gruppe zu nutzen. Coerber gehörte zu den in der HVZ stark vertretenen „Versöhnlern“, ebenso wie der Redakteur Karl Volk.[30]

Brief Coerber

(5) Coerber protestiert beim ZK der KPD gegen seine Entlassung

1931, als die Fraktionsauseinandersetzungen in der KPD zumindest im Bezirk Wasserkante etwas abgeklungen waren, Thälmanns Stellung sich wieder stabilisiert hatte und beträchtliche Mobilisierungserfolge zu verzeichnen waren, trat Coerber wieder in die Redaktion ein. Bis 1933 arbeitete er an der Regionalausgabe („Norddeutsche Zeitung“) für Schleswig-Holstein, Lübeck und Nordost-Hannover, ab 1932 in leitender Position.[31]

1933 flüchtete Coerber, der als bekannter Funktionsträger für die Nazis ein erstrangiges Verfolgungsziel bildete, für fast zwei Jahre in den Untergrund. Er lebte in dieser Zeit in einem Bauwagen am Rand der Harburger Berge und arbeitete unerkannt als Helfer beim Harburger Straßenbauer Morgenroth. Ende 1935 gelang der Hamburger KPD seine Ausschleusung nach Prag, von wo er nach Moskau weiter reiste.[32]

 

Austritt der Gruppe Wüpperling-Hüllner

Der neuerliche Austritt einer größeren Gruppe von KPD-Abgeordneten des Stadtparlamentes und einiger Mitglieder in ihrem Umfeld aus Fraktion und Partei im Spätherbst 1928, ihre Neugründung als Fraktion „Linke Kommunisten“ ist in „Die Linke als Massenbewegung“ ausführlich beschrieben und analysiert worden. Es war ein unmittelbarer Reflex auf die Wittorf-Affaire und hatte Parallelen in der gesamten Hamburger KPD-Landschaft.[33]

In dem hier dargelegten Verlauf der Fraktionskonflikte fällt auf, dass sich mit dieser Gruppierung erstmals in Harburg eine Parteiströmung formierte, für die (trotz ihrer bekennerhaften Namensgebung) der Links-Rechts-Konflikt eher weniger bedeutsam und der Oben-Unten-Konflikt die Hauptsache war. „Antibonzismus“ war eine damals geläufige Kennzeichnung dieser Strömung. Diese Gruppierung war im ideologischen Sinne linksradikal, vermutlich auch mit Sympathien für die inzwischen vollständig hinausgedrängten Ultralinken um Urbahns, aber getrieben wurden sie mehr von ihrer Abscheu vor Korruption und ihrem Misstrauen gegen hauptamtliche Funktionäre.

Diese Strömung blieb bis 1933 innerhalb und außerhalb der Harburger KPD immer vorhanden, sie trat in unterschiedlichen Formen immer wieder an die Oberfläche. Die langjährigen Harburger Funktionäre wie etwa der Ortsgruppenleiter Gustav Bergmann haben den Kontakt mit diesen Genossen nie abreißen lassen und sie oft in Strukturen und Aktionen der KPD neuerlich einbinden können.

 

Theodor Hein in der Bezirksleitung?

In den Wirren der Wittorf-Affäre wiederholten sich Entwicklungen, die wir schon als Folgen der EKKI-Intervention kennengelernt haben. Während der zeitweiligen Defensive der Thälmann-Gruppe gelang es „Versöhnlern“ recht schnell, von der Parteibasis in die BL aufzusteigen.

So wurde vermutlich damals der Wilhelmsburger Theodor Hein, geboren 11.10.1889 in Bergedorf, als Leiter Agitation und Propaganda in die Bezirksleitung berufen.[34] Hein, seit 1921 KPD-Mitglied, hatte bereits im Hamburger Aufstand 1923 in Barmbek eine wichtige Rolle gespielt und war im Anschluss vorübergehend in die Sowjetunion geflüchtet, um dann in Deutschland eine 2-jährige Festungshaft anzutreten. Er kam durch eine Amnestie im Mai 1925 frei. 1927/28 war er Polleiter der Ortsgruppe Wilhelmsburg. Im Oktober 1932 ereilte ihn ein Parteiordnungsverfahren, weil er einen Parteibefehl zur Agitation im Mieterverein ignoriert hatte.[35]

Hein stand der hektischen Betriebsamkeit des Parteiapparats ab 1929 sehr skeptisch gegenüber, insbesondere der Gewerkschaftsagitation unter dem RGO-Label. In der Wilhelmsburger KPD galt er als Graue Eminenz und geschätzter Ratgeber, der auch von Sozialdemokraten respektiert wurde.[36]

1933/ 34 war er Schutzhäftling in einem der Emslandlager, dem KZ Papenburg. Wie der damalige Polizeipräsident von Harburg-Wilhelmsburg in einer amtlichen Personeneinschätzung im Juni 1934 notierte, stünde er „hier in einem üblen Ruf.“ Dies ist das letzte Zeugnis über Theodor Hein, abgesehen von einem Adressbucheintrag im Folgejahr. Ab 1936 ist er verschollen. Wir wüssten gern mehr über ihn und sein Schicksal.[37]

Ab 1929 sind keine Harburg-Wilhelmsburger mehr in der engeren BL nachzuweisen. In der 63 Personen umfassenden „erweiterten Bezirksleitung“ arbeiteten 1930 die örtlichen Funktionäre Kurt Schwotzer (kurzfristig UB-Sekretär), Gustav Bergmann (Polleiter der Ortsgruppe Harburg) und Jonny Wieszeczynski (Bürgervorsteher, 1933/34 Polleiter der illegalen Ortsgruppe Wilhelmsburg) mit.[38]

 

Kommunistische Gewerkschaftsarbeit in der Krise

Diese Überschrift ist mit vollem Recht zweideutig: Gewerkschaftsarbeit in der Weltwirtschaftskrise war unweigerlich auch krisenhafte Gewerkschaftsarbeit. Dies galt im übrigen für deren sozialdemokratische Variante ebenso wie für die kommunistische.

In „Die Linke..“ haben wir uns ausführlich mit der illusionären Linie der „Revolutionären Gewerkschaftsopposition“ auseinandergesetzt, mit der die KPD auf ihre Ausgrenzung aus den sozialdemokratischen Richtungsgewerkschaften („Freie Gewerkschaften“) und die zunehmende Arbeitslosigkeit reagieren wollte. Noch in Arbeit stehende Genossen sollten gemeinsam mit Erwerbslosenausschüssen betriebliche Proteste und Streiks initiieren, um die Passivität und Kumpanei der sozialdemokratischen Betriebsräte und Gewerkschaftsfunktionäre zu entlarven und antikapitalistisches Bewusstsein zu schaffen. Der Verlauf entsprechender Aktionen zeigte, dass dies in einer Wirtschaftskrise unmöglich war.[39]

Dennoch – die Verankerung der KPD in den Betriebsbelegschaften war in dieser Zeit teilweise beeindruckend. Ein Blick auf die Stimmenzahlen bei den Betriebsratswahlen im März 1931:

Hobum
Freie Gewerkschaften 490
Rote Einheitsliste (KPD) 520
Christen 63
Nazis 50 [40]

Thörl
Freie Gewerkschaften 981
Kommunistische Liste 525
Nazis 68 [41]

Phoenix
Freie Gewerkschaften 1500
Kommunisten 447 [42]

Deutsche Erdölwerke
Freie Gewerkschaften 172
RGO 87 [43]

Wilhelmsburger Wollkämmerei
Freie Gewerkschaften 700
RGO 326
Gelbe 174 [44]

Deutsche Reichsbahn
Freie Gewerkschaften 775
RGO 97
Gelbe 53
Christen 40 [45]

 

In den Metallbetrieben, z.B. den Eisen- und Bronzewerken, Christiansen & Meyer, G. Niemeyer, Rittscher Treckerwerke, Renck Schiffswerft, Gießerei Johns, Maschinenfabrik Messerschmidt usw., standen (wie früher üblich) noch Einheitslisten zur Wahl, in denen sich SPD und KPD über die Listenplätze verständigt hatten. Generell war die Zusammenarbeit von Sozialdemokraten und Kommunisten im Metallarbeiterverband weitaus vertrauens- und respektvoller als anderen Gwerkschaften.[46]

In den Wahlen zu besoldeten Verbandsfunktionären und Delegierten in den Freien Gewerkschaften stellte sich in denjenigen Organisationen, in denen KPD-Mitglieder noch nicht ausgeschlossen waren, etwa bei den Zimmerern, Bauarbeitern oder den Metallern, in dieser Zeit in der Regel ein Verhältnis SPD:KPD von 7:3 her.In einigen Fällen werden KPD-Mitglieder zu Ortsvorsitzenden gewählt, so der junge Hugo Dressler beim Baugewerbebund und Robert Winkler in der Maschinisten- und Heizergewerkschaft.[47]

Stark blieb auch die Stellung der KPD in den Kommunalbetrieben: Bei der Stadtreinigung stellte sie 3 von 6 Betriebsräten, der Kommunist Kurt Hüllner war Betriebsratsvorsitzender. Im Stadtbauamt waren es 2 von 5 Betriebsräten, Vorsitzender hier der Kommunist Karl Kailuweit. In den Krankenhäusern war der Rückhalt schwächer, ebenso bei Strom, Gas und Wasser. Im Gesamtbetriebsrat war Hüllner Stellvertretender Vorsitzender und Kailuweit Mitglied.[48]

Tatsächlich: Bei aller Schwäche der KPD in ihren Aktionen, ein Rückhalt bei Betriebsarbeitern und Erwerbslosen war da. Er entstand vielleicht vor allem aus dem Vertrauen in die Personen, welche die KPD repräsentierten. Der SPD hingegen liefen ab 1931 viele Mitglieder und Anhänger, v.a. Arbeiter und Jugendliche, in Richtung KPD davon. Diese politische Migration am Ende der Weimarer Republik ist noch viel zu wenig beleuchtet worden. Dies soll für Harburg, mit dem nötigen Seitenblick auf die SPD, im kommenden dritten und letzten Teil dieses Nachtrags geschehen.

 

Anhang: Mitglieder

Die folgende Liste ist für hartgesottene Parteihistoriker*innen sicher aus soziologischer Perspektive interessant. Darüber hinaus ist sie als Trefferfeld auch für eine andere Zielgruppe aufbereitet: für die Familienforscher*innen. Daher der Aufruf: Wer hier einen Verwandten entdeckt, möge sich bei uns melden! Wir können Quellenhinweise geben und freuen uns riesig über weiteres Material zur Person.

Erläuterungen zu den Angaben und Abkürzungen:

Ein „/“ oder ein „( )“ in den Namensfeldern zeigt Nennvarianten/ mögliche Schreibfehler in den Quellen oder Spitznahmen an.

Ein „?“ zeigt an, dass eine Person gleichen Namens mit diesem Merkmal nachweisbar ist, sie aber nicht eindeutig als das Parteimitglied identifiziert werden kann.

 

Abkürzungsverzeichnis

BL Bezirksleitung Wasserkante

BV Mandat als Bürgervorsteher (in Harb., ab 1927 in H-Wilh.)

GR Mandat als Gemeinderat (in Wilh. bis 1927)

KBü Kandidatur Bürgervorsteherversammlung

KGR Kandidatur Gemeinderat (Wilhelmsburg bis 1924)

KKT Kandidatur Kreistag Landkreis Harburg

KPLT Kandidatur Preußischer Landtag

Mil. App. Militär-Apparat

OGL Ortsgruppenleitung

RGO Revolutionäre Gewerkschaftsopposition

RFB Rotfrontkämpferbund

UBL Unterbezirksleitung

Vors. Vorsitzender/ Vorsitzende

Wid. Widerstand ab 1933

Bildnachweis

(1) Skjellerup: Weber/ Herbst, S. 743. Schehr: Weber/ Herbst, S. 655

(2) Autorenkollektiv, Thälmann, S. 224

(3) Ellermeyer u.a. 1988, S. 366

(4) Volksblatt v. 2.6.1928. Zum Zeichner Komorowski vgl. den Artikel Tauchstation Werbung auf dieser Website

(5) Bundesarchiv Berlin

 

Anmerkungen

1 Vgl. Radikale Linke, S. 80 – 82.

2 Vgl. Rechenschaftsbericht der Bezirksleitung Wasserkante v. 19.4.1922; Bundesarchiv (BA) RY I / I3 / 16 / 22; RY I / I3 /16 / 22.

3 BA RY I / I3 / 16 / 22; RY I / I3/16/ 26.

4 Zu Switalla und Schwotzer siehe auch den Artikel Spanischer Bürgerkrieg auf dieser Website.

5 Ernst Thälmann-Gedenkstätte (ETG) C – 11. StA Stade 171 a Nr. 78. Vgl. Wikipedia, Rotfrontkämpferbund, 29.3.2013.

6 BA RYI / I3/ 16/ 18.

7 BA RY I / 13/ 16/ 40.

8 BA RY I / I3 / 16 / 22; Volksblatt v. 22.10.1931.

9 BA RYI / I3 / 16 / 22. Zur Erläuterung: RGO = Revolutionäre Gewerkschaftsopposition; KJ = Kommunistische Jugend; Kampfbund = Kampfbund gegen den Faschismus, Nachfolgeorganisation des Norddeutschen Arbeiterschutzbunds (NASB) bzw. des Roten Frontkämpferbundes (RFB); RB = Rotfrontkämpferbund (1931 illegal); IHA = Internationale Arbeiterhilfe.

10 BA RYI / I 3/ 16/ 22; RYI / I3/ 16/ 36; StAH ES Nr. 10977.

11 Harburger Anzeigen und Nachrichten (HAN) v. 12.7.1924.

12 BA RYI / 13/ 16/ 13.

13 BA RYI / I 3/ 16/ 22.

14 Zu Stahlkopf BA RY I / 13/ 16/ 14; HAN v. 5.12.1925. Vgl. den Lagebericht der Hamburger Politischen Polizei v. 19.11.1925 u. 17.12.1925; StAH ES 10977.

15 Volksblatt v. 3.9.1927.

16 StAH 215-2 C 99/24.

17 HAN v. 28.8.1924.

18 BA RY I / 13/ 16/ 14.

19 StAH ES 10977.

20 BA RYI / I3 / 16/ 40 u. 41.

21 StAH ES 10977.

22 BA RYI /I3 / 16/ 15.

23 BA RYI / I3/ 16/ 16.

24 Volksblatt v. 4.6.1927, 9.6.1927.

25 Volksblatt v. 11.6.1927.

26 Volksblatt v. 24.9.1927, 19.10.1927.

27 BA RYI / I3 / 16 7 22.

28 BA RYI / I3/ 16/ 17 u. 41.

29 StAH 351-11 Nr. 24587

30 StAH ES 10977; BA RYI / I3/ 16/ 36.

31 StAH 351-11 Nr.24587.

32 Zum weiteren Schicksal Coerbers im Spanischen Bürgerkrieg und im schwedischen Exil vgl. den Artikel Spanischer Bürgerkrieg auf dieser Website.

33 Volksblatt v. 3.11.1928.

34 Der Bericht der Politischen Polizei v. 3.3.1929, der wie üblich Spitzelmeldungen zusammenfasste, gab den Namen mit „Heins“ wieder.

35 StA Stade, Stade 171 a Nr. 219/ 1.

36 Volksblatt v. 31.7.1929.

37 StA Stade, Stade 171 a Nr. 219/ 1.

38 BA RY I / I3 / 16 / 22.

39 Vgl. „Die Linke...“ S. 94 - 100.

40 VB v. 7.3.1931. Bei der Hobum waren die Kommunisten Jolly Kock und Willi Milke im Betriebsrat,: mindestens Milke stand der RGO-Linie kritisch gegenüber; vgl. VB v. 18.6.1931, 20.6.1931.

41 VB v. 13.3.1931.

42 VB v. 21.3.1931.

43 VB v. 24.3.1931.

44 VB v. 28.3.1931. Ob das sozialdemokratische Volksblatt hier mit „Gelbe“ eine christliche oder eine andere unternehmerfreundliche Organisation meinte, bleibt unklar.

45 VB v. 13.5.1931.

46 VB v. 1.4.1931, 5.11.1931, 21.11.1931, 24.11.1931.

47 VB v. 17.3.1931, 28.3.1931, 2.11.1932; BA SgY 30/ 1463.

48 StAH 430-5 1104 F Nr. 6.

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