Frische Themen

Auf dem Olymp der Reichen und Mächtigen

Zur Sozialtopographie des Eißendorfer Pferdewegs und seiner Umgebung 1942

Den Pferdeweg säumen die größten, prächtigsten Villen Harburgs, umgeben von parkähnlich angelegten Grundstücken, entstanden überwiegend in den Jahren zwischen 1910 und 1940. Wer wohnte hier? Und warum? War die Nachbarschaft nur aus gemischtem Zufall entstanden, je nach Dicke der Brieftasche, altem Grundbesitz oder Erbenglück? Oder gab es auch hier, wie bei den Arbeiterwohnungen in der Hoppenstedtstraße, einen heimlich wirksamen Schlüssel der Auswahl?

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Phoenix – aus einem genialen Schriftzug nichts gemacht

Harburger Traditionsfirmen und ihre Logos, Teil 3: Phoenix

1856 gründeten Albert und Louis Cohen in Harburg die erste deutsche Weichgummifabrik. Über die politische Geschichte der Phoenix schreibt Christian Gotthardt auf dieser Website: Teil 1 (1856-1948)  und Teil 2 (1949-2004). In diesem Beitrag geht es um die Logo-Geschichte des Unternehmens.

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Das liberale Bürgertum lässt schießen

Die Harburger Reichstags-Stichwahl am 17. August 1878 und ihr blutiges Ende

Verlust der politischen Macht – das ist die Kulisse, in der die herrschenden Eliten in Deutschland die Nerven verlieren und zur Gewalt greifen. Es folgen dann aufeinander parlamentarische und exekutive Rechtsentwicklung, Straßengewalt, Verfassungsbruch, Polizeiwillkür und juristische Verfolgung in unvorhergesehenem Ausmaß und atemberaubender Geschwindigkeit. So geschehen 1878 und 1932/33. Dass heute eine ähnliche Entwicklung möglich ist, wollen erst wenige erkennen.

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Arbeiteraristokratie in der Hoppenstedtstraße

Harburger Sozialtopographie 1932

Die Hoppenstedtstraße erzählt ein starkes Stück Harburger Geschichte. Ihre Anlage und Ausgestaltung sind der in Stein gefasste Ausdruck sozialdemokratischen Führungsanspruchs. Sie zeigt den damaligen kulturellen Aufbruch in „Neues Bauen“ ebenso wie ein bedenkliches Maß an Selbstbedienungsmentalität und Klientelpolitik. Wer Erklärungen für das Scheitern einer Einheitsfront gegen den Faschismus sucht, muss auch solche Kapitel aufschlagen.

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Gummikamp, Hercules und Sägemann

Harburger Traditionsfirmen und ihre Logos, Teil 2
Logo NYH

Die New York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie, kurz NYH, wurde von den Harburgern gern „Gummikamp“ genannt – intelligent zusammengezogen aus „Kamm“ und „Compagnie“, zwei Namensbestandteilen der Ursprungsfirma an diesem Standort. Im Folgenden geht es um einen speziellen Ausschnitt der Firmengeschichte: um das Unternehmenslogo und die Markenzeichen.  

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Meine fünf Syrer

Menschen im Nebel

Seit zweieinhalb Monaten bringe ich fünf Syrern Deutsch bei. Jeden Tag vier Schulstunden. In einer Gewerbeimmobilie zwischen Tierarztpraxis und Autohändler. Einer dieser im Oktober 2015 beschlossenen Einstiegskurse für Asylbewerber mit „guter Bleibeperspektive“.

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Carl Blohm 1886 - 1946

Maler der Marschen

Kritische LeserInnen dieser Website haben es vermutlich längst gemerkt: Sie ist multipolar. Da ist die Stadt Harburg, ihre industrielle Blütezeit in den Jahren 1870 bis 1970. Ebenso die industrielle Arbeiterbewegung als solche. Dann die Lebenserfahrungen meiner Herkunftsfamilien. Und schließlich weitere Assoziationsgeflechte, die sich von diesen Polen verzweigen. Carl Blohm ist Ast in einem solchen Geflecht. Sein Werk berührt mich auf vielfältige Weise.

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Onkel Karl und die gefangenen Rotarmisten

Eine Diaserie von 1942 aus dem Kriegsgefangenenlager Zeithain

In einem alten hölzernen Diakasten fanden sich zwischen Urlaubsmotiven 15 Farbdias, die auf den ersten Blick als Aufnahmen aus dem Inneren eines Gefangenenlagers im II. Weltkrieg kenntlich waren. Die Gefangenen konnten aufgrund ihrer Uniformen leicht als Angehörige der Roten Armee identifiziert werden. Weitere Aussagen, etwa zu Ort, Zeit und Motiv der Aufnahmen oder zu den Bewachern, ließen sich nach Analyse des Überlieferungskontextes und der Person des Fotografierenden treffen. 

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Anarchismus und Polizeistaat

Teil 3 und Schluss: Die Verhaftung von Johann Christoph Neve in neuer Perspektive

Vom Nimbus des Sozialrevolutionärs Johann Neve unter Anarchisten war an dieser Stelle schon die Rede. Allerdings: Er wäre auch hier längst vergessen, gäbe es da nicht ein schlechtes Gewissen. Seine Verhaftung durch belgische und deutsche Polizisten war über Jahrzehnte Gegenstand inneranarchistischer Polemik. Zur Frage, wer Neve an die Polizei verraten habe, erschienen zahllose Stellungnahmen. In der Sache brachten sie mehr Verwirrung als Erkenntnis.

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Günther Gotthardt 1918 - 1940

Eroberungskrieger der Nazi-Wehrmacht

Günther Gotthardt kam während der Novemberrevolution 1918/19 in Harburg zur Welt und starb im Alter von 21 Jahren am 5. Juni 1940 neben seinem Panzer bei Amiens in Nordfrankreich. Er war Sohn des Lehrers Friedrich Gotthardt und der Hausfrau Hedwig Gotthardt. Er hatte einen älteren Bruder, Walter (Jahrgang 1913), und einen jüngeren, Hartwig (Jahrgang 1921). 1933 sagte Hedwig, "es wird Krieg geben, und meine Söhne werden sterben." Alle drei Söhne waren seit 1939 als Soldaten im Krieg. Hartwig, mein Vater, war der einzige der Brüder, der ihn überlebte.

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